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Samstag, 7. März 2015

Kroatien

Die Auf meine Aussage hin Ende Februar nach Kroatien zu fahren, waren eher Rückmeldungen eher kalt. Eiskalt... So ca. -3° ! Caravan waschen war also nicht. In der Hoffnung es hat Richtung Äquator besseres Wetter machte ich mich ohne Wasser im Tank auf nach Umag über Österreich und Slovenien. Berge voll mit Schnee, Minusgrade, alle mit Schijacken bepackt und ein Wetter das man eigentlich nur Fernsehen gerne hat wenn man Riesenslalom schaut. Und selbst da is es mir zu kalt. Hatten die Leute also doch recht. Im Winter ist es halt noch Winter, aber ich hatte mir dieses kalte eisige wintrige frierige Wetter in meinem Kopf weggeredet.
Zum Glück waren ja noch 70 km  zu fahren :)
Also ob sich da irgendwas ändert? Einfach hoffen und fahren. Im Wohnwagen is es eh immer warm. Der wärmt sich von alleine auf. Mit Wasser warm machen und mit Körperwärme hat es immer mehr Grad drinnen als draußen. So viel zu meiner Aussage. Gut das ich noch 2 Decken eingepackt hatte, denn nur mit Jogginghose, Pullover und Socken + Decke war es zu kalt. Sage und schreibe 0° hatte ich in der ersten Nacht. Den "OFEN" hab ich mich nicht getraut anzumachen. Altes Gasteil, noch nie benutzt war mir etwas suspekt. 2 Am nächsten Morgen konnte ich mich aus dem Bett prügeln. Kuschelig warm unter der Decke. Eiskalt draußen. So kalt das man schon fast Kopfschmerzen bekommt. Also sitze ich morgens um 8 in Schijacke in meinem Wohnmobil und mach mir Kaffee. Mittags wurde es dann schön warm und man konnte in T-Shirt im Sand wälzen.
Bei Sonnenuntergang kroch wie der Nebel eine schwarze kalte böse gemeine hinterhältige michundichsiehassende KÄLTE. Durch jede kleinste Öffnung, kroch sie hinein und versuchte mich zu stürzen. Kurz vor meinem Kältetod entschloss ich mich dann doch lieber in die Luft zu jagen als wie ein Eiszapfen vorgefunden zu werden. Zum ca. 3ten mal in meinem Leben suchte ich also in der französischen Bedienungsanleitung des Wohnwagens die einzigen beiden drückbaren Knöpfe ausfindig zu machen. Mich der explosionsgefährdeten neuen Bekanntschaft freundlich vorzustellen
ging dann leichter als gedacht. Eine Zahl zwischen 1-5 wählen und dann einen Kopf drücken. -> Warten ob ich explodiere oder ob es warm wird. Es wurde warm. Schiiiiifoan kann mal also auch mit dem Womo. 
Das erste Turnier lief eigentlich ganz gut! 3te rnd Quali mussten wir dann leider in der Halle spielen; da war dann aus die Maus! Irgendwann war auch mein Strom leer und alle Teller benutzt also suchte ich mir einen Campingplatz!
Im März leider alle zu aber Wasser konnte man mit - über den Zaun springen, Schlauch aufschließen, Wasserhahn aufdrehen und Wasser Zapfen - ganz gut regeln! Strom for Free hab ich mich dann nicht getraut auch noch zu nutzen! Sowas macht man ja nicht, einfach hinfahren und Strom benutzen, würd ich nie machen! NEIIINN! Vielleicht in einer Notsituation! Also am nächsten Tag wieder hin; Sonnenuntergang angeschaut und aufgestromt!
Jetzt bin ich in Porec und spiele Morgen 2te Runde Quali! Roger over and Out!!!

Mittwoch, 26. November 2014

Hätte Hätte Fahrradkette

Mit glasigen Augen schaue ich auf die Straße! Seit Stunden wechseln die Farben zwischen Rot, Schwarz und Weiß! An mir vorbeiziehende Autos haben alle die Nebelschweinwerfer an! Das penetrante rote Licht stört extrem. Den Blick wende ich auf die Mittelstreifen! Weiß Schwarz Weiß Schwarz Weiß Schwarz! Noch 4 Stunden! Unterwegs bin ich mittlerweile seit 13 Studen! 3 Mal angehalten zum Tanken. Müde bin ich nicht, Hunger und Durst gibts auch nicht mehr! Ich glaube der Körper har einfach aufgegeben mir irgendwelche Reaktionen zu geben. Sie werden eh nicht beachtet. Wie in Trance fahre ich die Strecke. Alle 500km stell ich mir die Frage wo ich eigentlich lang gefahren bin, aber das Gehirn reagiert nicht mehr, es lässt die Informationen einfach durch laufen und speichert nichts mehr! Eigentlich hab ich mir geschworen Pause zu machen, damit ich nicht wieder einen Sekundenschlaf hab wie auf der Rückreise von Belgien! Irgendwie fordere ich mich aber mit der Reise selber heraus! Innerlich möchte ich es schaffen! Ohne Pause von Algeciras bis nach Rampoldstetten zu fahren! In Barcelona musste ich mich aber hinlegen! 28 Stunden waren wir da schon unterwegs. Warum ich diese Strecke nicht in einer Woche gemacht habe und es genieße durch Europa zu fahren ist eigentlich nachvollziehbar! Es ist unproduktiv. Ich brauche ein Ziel! Und das Ziel ist Heim! Ob jetzt mit daheim Rampoldstetten gemeint ist oder in der neuen Wohnung Mallorcas, muss ich noch überlegen. Gegen 4 Uhr muss ich für die letzten 50 Kilometer nochmal ein paar Liter tanken! Kurz vor 5 liege ich dann im Bett. Wach geworden ist nur meine Schwester der ich vor lauter Ermüdung kaum Hallo sagen konnte. Dann falle ich ins Bett. Der Lärm der Fahrt und die Vibration des Wohnwagens hinterlassen bei mir einen Tinitus im unteren Tonbereich. So müde das man garnicht einschlafen kann ist eigentlich garnicht möglich... Trotzdem schlafe ich erst eine Stunde später ein! In Gedanken beginne ich noch einmal meine komplette Reise. Spontanwohnwagekauf und einfach mal los. Bis ich mich auf einem anderen Kontinent wiederfinde. 14.000 Kilometer in 3 1/2 Monaten! Vor meinen Augen tauchen die vergeben riesigen Chancen auf! Wichtige ATP Punkte die ich hätte machen können. Ärger überkommt mich. Alles hätte so gut laufen können. Hätte? Oder ist ist es?! Mein Ego für einen kurzen Moment abgeschaltet fange ich an zu lächeln! Mein Leben! Gibt es etwas besseres? Wie viele Leute haben diese Unterstützung?! Einzigartig was ich habe. Warum den Leuten etwas beweisen! Hier und da bräuchte ich vielleicht ein paar mehr schwarze Zahlen, aber ich bin mir sicher, dass wird kommen! 

Fest steht, das ich jetzt erst mal meine Prüfungen bestehen muss und danach werde ich mich perfekt auf das Jahr 2015 vorbereiten. Und somit sitze ich jetzt schon wieder im Flieger nach Mallorca! Der Blog bleibt online, sobald es im neuen Jahr wieder auf Tour geht, oder falls mir etwas außergewöhnliches passiert, blogge ich vielleicht schon vorher.

Freitag, 21. November 2014

Noch eine Woche länger?

Eigentlich hätte es nicht schlechter laufen können! Marcos hat sich beim Einspielen seinen Rücken zerstört und deswegen sein Einzel verloren, das Viertelfinale im Doppel war dann nur da stehen und so tun als würde man Tennisspielen, denn egal welcher Spielstand, unsere marrokanische Fans kreischten und feuerten uns an, wie als würden wir Davis Cup spielen! Danach und den ganzen Tag wurden wir nach Fotos und Autogrammen gefragt! Weder wir, noch die anderen Spieler kapierten das! Wir stehen weder Top 100 noch haben wir Tennis von einem anderen Stern gespielt! Vielleicht Mondtennis, mehr aber auch nicht. Ich zum Glück ohne Facebook, durfte Marcos ca. 50 neue Freunde bestätigen, für die er garnkeine Zeit hatte, denn alle 5 Minuten klopften Eltern, Kinder und Leute die ich noch nie in meinem
Leben gesehen hab, um manchmal Fotos mit Mir, manchmal mit
MARCOS und immer auch zu zweit zu machen. Ein paar Essenseinladungen mussten wir für den nächsten Tag ausschlagen, da wir ja schon um 4 Uhr morgens Richtung Hafen wollten! So fanden wir uns eine Stunde später im Clubhaus wieder, wo der Restaurantbesitzer darauf bestand uns was zum Essen zu kochen!
Mit vollem Magen konnten wir uns nur
zu einem Tee überreden lassen! Und
dann fingen die Leute an, uns Geschenke und Reiseproviant zu bringen! Unheimlich! Komisch! Peinlich?! Ich mein, was haben wir gemacht?! In der ganzen Woche hab ich jeden Tag den Strom, die Duschen, das Internet und die Sofas benutzt und nur eine Cola für 50 Cent konsumiert! Das Mindeste was wir machen konnten war den Fußball zu signieren und ihn unter Jubel der kleinen Kids auf den Platz zu werfen! Danach wieder Fotos, Fotos und Fotos! Mehr als 50 Stück! 
Als dann der Präsident den Satz fallen lies, das wir jetzt offiziell Clubmember sind, war klar, nächstes Jahr kommen wir zurück und gewinnen das Future! Kurz war der Gedanke da, noch ein paar Tage zu bleiben! Sicherlich würden wir dann zur Präsidenwahl stehen! Ob wirs wollen oder nicht! 
Mittlerweile sitze ich am Beifahrersitz! Pause! 8 Stunden bin ich schon gefahren! Marcos hat übernommen! Die eine Stunde Fähre, war eine Stunde zu viel! Sturm und hohe Wellen machten es zu einer Miristdauerhaftschlechtstunde! Mir fehlen noch 2100 Kilometer! Der Spanier steigt dann in Barcelona aus! Von da an gehts dann alleine in Hamiltonmanier weiter richtung Freistaat Bayern

Mittwoch, 19. November 2014

Luxustourist



Es ist kalt. Zu kalt um morgens aufzustehen. Trotzdem quält man sich aus dem Bett. Der Lärm der Straße hilft schnell wach zu werden. Yoghurt mit Haferflocken ist mittlerweile Pflicht. Never change a winning team. In meiner Wohnung gibt es nämlich ein paar abergläubige. Zwanzig Minuten später steigen wir aus dem Wohnwagen, der seit gut einer Woche an der Straße steht. Woanders kann man nicht parken. Für Strom haben wir das Securityhäuschen angezapft. 30 Meter Kabel quer durch die Straße über den Wohnwagen gespannt. Unrasiert seit einem Monat, mit einem Becher Kaffee und mit knapper Auswahl an frischer Kleidung bin ich und Marcos die ersten am Tennisplatz. Ist auch nicht so schwierig bei 5 Meter Fußweg. Diese 5 m reise ich heute als Tourist an. Luxustourist besser gesagt. In Fachkeisen nennt man es auch Tenniscoach. Zu erst sind es immer 40 Minuten einspielen und aufwärmen. Mit getaptem Handgelenk,  getaptem Knie und Tape an den Fingern schleppe ich mich von einer Ecke in die andere. Spätestens hier merke ich, dass es gut ist, bald nach Hause zu kommen. Gegen 10 Uhr wird dann mit Oakleybrile, einer eiskalten Cola, Muskelshirt und einem Stuhl in die Sonne geknallt. So coache ich meinen Wohnwagenkollegen von Sieg zu Sieg. Ich selbst hab nach 2 taffen 3 Satzpartien meinen Weg als Turnierspieler 2014 schon beendet. Marcos Giraldi eigentlich schon seit dem letzten Turnier, bei dem er in der ersten Runde ausgeschieden war. Er wollte aber nicht nach Hause. Verständlich. Mit diesem Support seiner Eltern wäre ich wahrscheinlich sogar bis hier her ausgewandert. Es war also nicht schwierig ihn zu überreden, dass er noch da bleibt, mit mir Trainiert und Doppel spielt.  Ein paar Stunden täglich sitze ich also in der Sonne und animiere meinen erst kürzlich unter Vertraggenommenen Spieler. Qualifikation haben wir schon überstanden. Was eigentlich logisch ist, aber da er nicht in das Turnier eingeschrieben war, musste er den Umweg über die Quali gehen. Bekannt sind wir schon im ganzen Club. Nadals Brüder, Max und Marcos. Die ganzen kleinen Jungs, alle Ballkinder und die komplette Bar kennt uns. Die Spanier im Wohnmobil.
Die mit dem Fussball. 6 € hat er mich gekostet. Ein knallorangener Fußball aus dem Sportshop. Eigentlich wollten wir nur ein bisschen kicken. Zwei Tennisspieler und wir. Doch nach und nach füllt sich der Platz. Alle wollen spielen. Chaos. Jeder rennt in den Platz rein und schreit herum. Streit schlichten, Wasser verschenken, Schnürsenkel binden, Schitzi spielen und Teams bilden ist dann mehr meine Aufgabe als selber Kicken. Zwei bis drei Talente sind dabei. Einer in der Abwehr, der mit kaputten Schuhen, einer zerlöcherten Hose und einem Schlafanzughemd spielt. Aufhören will keiner. Ich bin immer der erste der das Handtuch wirft. Villeicht liegt es daran, dass wir immer spielen. Sozusagen als Joker. Jeder will uns im Team haben. Die kleinen Kinder umarmen mich, schreien meinen Namen und zupfen mir am Shirt. Wie soll man da 10 kleinen Knopfaugen sagen, dass sie leider erst danach dran sind. Immer wieder fließen Tränen. So wie man es sich am Bolzplatz in Afrika vorstellt. 

Unser täglicher Ausflug zum Supermarkt ist obligatorisch. Den Weg wissen wir besser als die Taxifahrer. Anschnallen gibt es nicht. Die Mofas, Roller und Motorräder haben keine Nummerschilder, was mich zum Gedanken bringt, dass die Fahrer sicherlich auch keinen Führerschein besitzen. Tja, Afrika eben, dort wo man auch mit dem Esel die Autobahn befährt, dort wo uns mittlerweile alle Leute wie Prominente behandeln.

Freitag, 14. November 2014

Verloren

Seit 2 Wochen bin ich in Afrika! Langsam aber sicher verschwindet das Zeitgefühl! Mein letzter Blogeintrag ist schon eine Weile her. Das Spiel hab ich verloren. Trotzdem war es eines der wenigen Spiele mit dem ich im nachhinein zufrieden bin. So wirklich Bloggen kann man hier ja nicht! Das Internet ist so langsam, dass man das Gefühl hat, hier werden die Daten noch in Steine geritzt und per Esel verschickt, die dann aber nie ankommen da es so utopisch viel Regnet! Ich dachte der Monsun ist in Indien! Und wo ist eigentlich Mekka! Hier in Marroko? Beten die Leute deswegen hier auch immer auf der Straße? Ab 16 Uhr bin ich dann derjenige der auf der Straße betet! Nicht mit einem fliegenden Teppich sondern mit meinem Haus :) 15 Kilometer ans andere Ende Casablancas! Horror pur! Rote Ampeln werden aus Prinzip hier nicht beachtet.  Die Stadt kenne ich nach den 3 Turniern dann wahrscheinlich komplett auswendig, denn aus langeweile laufen wir immer zu den Supermärkten um essen zu kaufen. Wohnen müsst ich hier trotzdem nicht! Dienstag oder Mittwoch gehts dann nach München! Über 3000 Kilometer. Ich sollte noch bei Daniel Düsentrieb vorbeischauen und mir am besten noch Flügel anmontieren lassen, ansonsten sind es ca. 40 Stunden Autofahrt. Daaaaa überleg ich mir dann doch nochmal ob ich nicht vielleicht in Marroko Leben will. So hässlich ist es dann auch wieder nicht! Aber nach Mallorca hat einfach zu viel Gutes zu bieten um in der Wüste zu bleiben. Ist ja nur noch ein Turnier! Mein letztes dieses Jahr! Schade eigentlich,
denn es macht richtig spass um die Welt zu touren! Die Saison hoffe Ich in Pero zu beginnen, solange es noch eiskalt in Europa ist! Dann muss ich schauen in wie weit ich meinen Wohnwagen wieder startklar mache um die 3 Monate dieses Jahres auf 8 Monate des nächsten Jahres zu erhöhen! Irgendwann muss ja der Erfolg im Tennis kommen! Hoffen wirs mal! 

Sonntag, 9. November 2014

Nothing Special

So, eine Woche Marokko ist vorbei! Bis jetzt ist sonst nichts besonderes passiert. Wenig Internet, deswegen auch kaum Posts! Verloren hab ich in der letzten Runde der Qualifikation, obwohl auch schon in der ersten Runde hätte Schluss sein können nachdem mein Match vorverlegt worden war, aber der High Dolby Surround Lautsprecher mit dem A+ Englisch-Marroko Dialekt meinen Namen nicht wirklich wieder geben konnte! Also Sitze ich ganz gemütlich in der Players Lounge und höre immer wieder Wortlaute die meinem Namen ähnlich sind! Irgendwann bin ich dann hin um fragen was da so abgeht und siehe da, um eine Minute hätte ich fast das Match verloren! Dann 3 h gefightet und gewonnen. Unter der Woche hab ich mir Casablanca NICHT angeschaut, denn es is A: Hässlich B: Die Menschen sind unfreundlich C: Es gibt keine Verkehrsregeln! 
Jetzt sitz ich grad in der Players Lounge des 2ten Turniers und bin 46 23 hinten! Es schüttet wieder aus allen Wolken! Wenigstens meine Wäsche wird morgen von der Putzfrau des Clubs gewaschen!  

Samstag, 1. November 2014

Abenteuer, wo bist du?!

Ist ja nicht so das ich Abends in Bett gehe und mir ausdenke wie könnte ich Morgen meinen Tag am spannendsten gestallten. Auf jeden Fall ist das ein gutes Training Krisensituationen zu bewältigen. Trotzdem wünsche ich mir für die Marokkoreise etwas ruhigere Wochen, denn die ADAC Mitgliedschaft greift dort nicht, Internet hab ich nicht, Telefonieren kostet 4€ die Minute und so wirklich Afrikanisch kann ich auch noch nicht. Werd ich auch nie können. Abends am Hafen angekommen wurde ich direkt von ca. Tausend Ticketverkäufer mit offenen Armen empfangen. Das Marktverhalten mit Angebot und Nachfrage lerne ich eh grad in meinem Studium, also wendete ich mein Wissen an und entschied mich für den billigsten Anbieter. Ich mein die Schiffe werden wohl alle die selben sein. Africantour. Hört sich sehr seriös an. In einem sehr unterhaltsamen Gespräch und mit einem sehr liebevoll gestalteten Preiszettel überzeugte mich der gute Mann, das es wohl am günstigesten ist das Angebot mit 2 Leuten und einem Caravan zu buchen, um im Nachhinein dann eine Person wieder zu löschen.
Für 180 € machte ich mich dann bereit, in 8 Stunden einen anderen Kontinent zu bereisen. Ein wenig artet die Europatour dann doch aus, kamen mir die Gedanken hoch. Ich mein, Afrika, mit einem Caravan. Schnell wieder vergessen, legte ich mich hin um noch ein paar Stunden Schlaf zu sammeln... Denkste! Ein paar penner meinten dann doch das meine Fähre um 5 oder um 6 oder um 7 geht. "Bum Bum Bum" Dein Schiiiiiiffffffff. NEIN, mein Schiff geht erst in 3 Stunden und jetzt lass mich pennen. 

"BUMM BUMM  BUMM" Dein Schiff?!. NAAAIIIINNNNN, gib ruhe oder du klopfst nie wieder an diese Türe. Ok, das hatte ihn  dann überzeugt nicht mehr zu klopfen. "Bum Bum Bum" , diesmal war es dann aber ein Tennisspieler der auch nach Casablanca unterwegs war. Perfekt, simma schon zwei. Wohnwagen im Schiffchen geparkt und aufs Deck gelaufen. Alles easy soweit. Bisschen Herzklopfen hatte ich schon als ich die Afrikanische Küste sehe. Bitte Bitte Bitte, Wohnwagen halte noch 1000 km. Einmal hin und zurück. Knarrrrrr der Lautsprecher sagte an, das alle Leute jetzt den Pass stempeln müssen. Also in die lange Schlange eingereiht. Ein Polizist der einfach jedem seinen Pass abstempelte. Wie leicht kann man eigentlich nach Afrika reisen. Fast schon verdächtig einfach. Rückwärts ausparken auf einem Schiff neben LKW's die rausfahren, war dann wieder der Spannendste Teil der Schiffsreise.
Meiner Lkwfahrerkarriere steht somit nichts mehr im Weg. Draussen nochmal ein Polizist der eine Nummer in meinen Pass stempelte und dann ging's raus aus dem Hafen. Der Weg bis nach Casablancas sollte ab hier das kleinste Problem sein, denn wenige Meter später sah ich eine Zollstelle. O.o. Ich nehme es jetzt mit Humor, aber was ich Blut und Wasser geschwitzt habe, werd ich nie vergessen.
Erst mal, das der Zollbeamter sich nicht entscheiden konnte wo ich parken soll, trotzdem war ich daran Schuld. Na gut, fahr ich halt ein paar mal hin und her bis auch wirklich alle zufrieden sind, denn hier merkte ich schon, besser nicht mit den Beamten verscherzen. Nach 20 minuten brav im im Auto, kam noch immer keiner zu mir, frage ich den Franzosen neben mir was zu tun ist. Der verstand natürlich kein Wort zeigte nur in Richtung Menschentraube. Anscheinend gibt es hier was umsonst. Ja, 10 Zettel die man ausfüllen muss. Alles brav eingetragen stellte ich mich in die Reihe um meinen Papierkram abzugeben. "Are you Claudia Ingrid Mann?" Puh, wirklich bejahen konnte ich die Frage dann nicht, aber mir ahnte böses. Kopfschütteln war genug das der Polizist einfach anfing mich anzuschreien. "Autorisation. Autorisation." Ja, Marokkanisch versteh ich nicht, also rief er einen Kollegen. Der redetet Englisch mit einem Akzent, da war Hopfen und Malz verloren. Immer wieder fiel das Autorisation. "You not owner, You no Marrokoo" war dann wieder ziemlich deutlich. So einfach es sich lesen lässt, so Horror war diese Einreise. Puls auf 180, soll ich jetzt Mum anrufen, damit sie ein mündliches Einverständnis geben kann? Warum bin ich eigentlich nach Afrika. Sollte ich einfach das nächste Boot zurück nehmen? Muss ich das sogar? Dann wurde ich von Polizist zu Polizist gereicht, und immer wieder redeten diese Typen, dass kein Mensch etwas versteht. Tennis Tournament, Competition. DAS, verstanden die dann wieder. Also wurde ich zu jemanden gebracht der Anscheinend etwas mehr zu sagen hatte, immer hin hatte er eine weisse Jacke an. Alle Papiere auf den Tisch gelegt, kann dann die Frage " Copy?, Is this a Copy" Oh the Hell, Ja klar war das ne Kopie, daran hab ich garnicht gedacht. Oh mein Gott, wie kann ich nur so dumm sein, stimmt, die Orginalpapiere liegen ja wegen der Finanzierung bei der Bank. JUNGE JUNGE JUNGE, wie konnte ich das vergessen. Die Frage immernoch nicht beantwortet, stand ich da, Schockzustand, was zum Teufel ist eigentlich los. Wieso ist mir das nicht eingefallen. In Gedanken vertieft, wie ich jetzt am besten nach Hause komme, rissen mich die Worte von dem Polizisten wieder in die Gegenwart. Copy? Sollte ich Lügen? Ich mein die anderen haben das auch nicht gesehen, sieht ja fast Orginal aus, aber nur fast. Auf spass gepolt sahen die guten Kollegen dann nicht aus, dass ich mir einen Witz erlauben kann, also nuschelte ich YES und bekam sofort ein No No No. So langsam entwickelte sich das hier zu einem Alptraum. Also raus auf die Bank setzen und auf bessere Zeiten warten. Ich mein nicht Eingereist bin ich ja eh nicht. Was kann also nich schlimmer werden. Komplett fertig und mit leicht wackligen Knien wurde ich dann durch einen langen Gang in ein Hinterzimmer geführt. Hier saß der Boss. Riesengroßer Schreibtisch, goldene Uhr und fetter Bauch. Das erste was mit einfiel war, sollte ich versuchen diesen Menschen zu bestechen? Mit einem blick in meine Geldbörse war mir dann klar, dass diese Person vielleicht dann doch mehr als nur ein paar Pommes gesponsert haben will. Immer wieder versuchte ich mit Tennis Tennis Tennis, den Marokkanern klar zu machen, das ich ein unschuldiger kleiner Tennisspieler bin der nur Lust hat, einer gelben Filzkugel bei 30 Grad hinter herzulaufen. Und siehe da, tatsächlich gab es mal einen Tennisstar in Marrokoo. Ja klar kenn ich den, loooogisch, ich bin der größte Fan. Ich liebe Marrokoo, ich liebe die Polizei, ich liebe euch alle. Spätestens nach dem dann alle meine Zettel gestempelt waren und ich aus der Zollstation raus war, füllte sich mein Herz tatsächlich mit ein bisschen Liebe zu der Polizei. Einfach nette Menschen die Langeweile haben. Nun gut. Mit 3 Stunden Verspätung machte ich mich auf die 400km zu überwinden. Musik voll aufgedreht damit falls was am Auto kaputt geht ich es garnicht erst höre. Mit Eseln, Menschen, und der Königshaus auf meiner Strecke kam ich endlich beim Einbruch der Dunkelheit in Casablanca an.
Zusammen mit meinem Caravankumpanen versuchten wir uns zum Tennisplatz durchzufragen. Unmöglich. Eine Millionenstadt. Jedem sein Leben scheiß egal, ohne Regeln, und mit Augen zu fährt hier die ganze Welt. So viel Chaos hab ich selten gesehen, nur ein paar mal in meinem Caravan. Eine Stunde war schon rum und wir näherten uns der Straße. Hier müssten wir gerade aus, doch die Straße führte nur wieder zurück auf die Autobahn. Links neben uns Bahnschienen. Vor mir der fliegende Holländer, der andere Tennisspieler. Von der Panik ergriffen wahrscheinlich nie anzukommen fuhr er dann einfach über eine rote Ampel und über die Bahnschienen. Kurz überlegte ich, bin ich dabei? Nein. Der pfeifende Polizist und viele hupende Autos waren mir dann Grund genug doch rechts abzubiegen, wie angegeben. Irgendwann rechts rangefahrend realisierte ich, wir haben uns verloren. Holland flieht vor der Polizei und ich weiss nicht wohin. Also raus auf die Straße und solange nach Tennisplatz gefragt bis ein alter Mann mir auf sehr gutem Englisch erklären konnte wo ich hin muss. 5 Minuten später war ich dann da. Doch zu meinem Pech rief dann mein Freund an, mit den Worten ich muss zu ihm, die Polizei sucht ihn und vielleicht auch mich. Gut, dann versteck mal 2 Wohnwagen in Casablanca. Von einer Katastrophensituation in die nächste. Krisensitzung. In einer dunklen Seitengasse parken, bis sie uns nicht mehr suchen. Was passiert mit dir wenn man in einem fremden Kontinent Fahrerflucht begeht? Auf Tennis hatte ich dann auch keine Lust mehr und bin einfach schlafen gegangen. Am nächsten Morgen konnte ich nur Witze reißen, aber Mr. Holland fand die ganze Situation immer noch nicht so lustig. Durch Hintergassen, Feldwege und im Morgengrauen brachten wir die beiden Campingwagen dann zum Tennis Olympique Casablanca. Von großen Mauern umgeben und hinter einer Tribüne geparkt, verstecken sich nun die meist gesuchten Personen Casablancas. 

Also dann, hoffentlich bis zum nächsten Post.

Freitag, 31. Oktober 2014

Die Größe zählt und nicht die Technik

Beim aufstehen merkte ich schon, der Wind hatte kein bisschen nachgelassen -> Kiten ist angesagt!
Aber ohne Frühstück geht eh nix, also kurz zum Supermarkt gefahren und essen gekauft! Der Wind wird schon nicht weglaufen! Gegen 11 war ich dann ready to rumble, musste aber erst an den Beach zu Fragen welchen Kite man bei diesem Orkan am besten nimmt! 8, 10 oder 12 Quadratmeter!
Inzwischen war der Wind so stark das man garnicht mehr am Strand stehen konnte, da der Sand fasst die Haut von den Knochen gestrahlt hat. Von den anderen wurde ich einfach ausgelacht! 8 Quadratmeter?? Bist du geisteskrank!  Du brauchst maximal 6! Sonst fährst du dich da in den Tod! Okaiii, meinte ich, dann besser heute Abend oder morgen surfen gehen? Wieder nur lachende Kiter! Der Wind wird jetzt von Tag zu Tag stärker!
Puh! Also Sachen wieder eingepackt und 40 Minuten an einen anderen Strand gefahren der im Landesinneren liegt! Mit Blick auf den wunderschönen Frachthafen und ohne Sonne hab ich dann dort ein paar Stunden verbracht!
Für eine heiße Dusche, Internet um die Reise nach Marokko zu Planen, Strom und Wäsche waschen stelle ich mich dann in Valdevaqueros Camping unter!
Irgendwie langweilig, wild Campen macht auf alle Fälle mehr spass! Am nächsten Morgen hab ich dann vor Muskelkater kaum laufen können also beschloss ich Tarifa anzuschauen! Surfershops über Surfershops! Am

Abend ging's dann in den Hafen zum
Ticket kaufen! Aber das im nàchsten Post!
Ich möchte noch hinweisen, mein Crowdfoundingprojekt ist Online! Bitte Unterstützen mit Werben und kleinen oder auch großen Spenden:) Danke

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Doppel hält besser

Den Wecker stell ich mir auf 5.30 Uhr! So kann ich ein paar mal auf die Snooze taste drücken und mussn nicht gleich aufstehen! 6 Uhr Frühstücken und dann spätestens um 7 Uhr losfahren. 5 Stunden Fahrt bedeutet ankommen zur Mittagszeit und somit noch genug Zeit zum Kiten. Mit diesem Masterplan geh ich schlafen. 
Trotzdem schaff ich es nicht um 5 Uhr aufzustehen und drücke circa 20 mal die "Noch5Minutenmami"Taste um dann endlich gegen 8 Uhr aus dem Bett zu kommen. Mit einem offenen Auge Kaffee gekocht und mit dem geschlossenem Geschirr gewaschen, sitze ich dann eine halbe Stunde später vor dem Steuer. 
Time: 0830
Kilometer: ca. 470
Nichts ahnend und mit voller Kraft voraus gehts dann raus aus Portugal, über Sevilla nach Tarifa. Doch mein Caravan hatte anscheinden Selbstmordgedanken, sonst hätte er sich nicht nach 200km selber erschossen. Zumindest hörte es sich so an.  Kreuzgelenk der KArdanwelle gebrochen. Nein, ich habe keine Mechanikerausbildung um das wissen, sondern das Auto macht die selben spackungen wie im August. Das Problem hatte ich schon mal. Nur in Österreich bin ich noch 50 Kilometer weit gekommen. Heute waren es noch 300. Geht schon und Gaspedal voll durchgedrückt, um vielleicht mit dem Ausrollen noch nach Tarifa zu kommen. Exakt 60 Sekunden später feuerte der Caravan erneut eine Kugel in seinen Körper. Ausrollen und Standstreifen. Voller Aggressivität boxte ich noch ein paar mal den toten Wohnwagen um ihn wieder aufzuwecken. Kann doch nicht sein, dass er ausgerechnet jetzt, an meinem freien Tag, an dem ich EXTRA FRÜH aufgestanden bin, sich jetzt auf der Autobahn schlafen legt. 300 Kilometer also noch. Sollte ich meinen Freund im Stich lassen? Einfach Surferzeug in den Rucksack und loslaufen. Nein, echte Freunde stehen zusammen sogar bis in den Tod und so wähle ich die Nummer des Rettungswagen. ADAC Plusmitgliedschaft. Immer wieder zu empfehlen. Vor allem dann, wenn der Mitarbeiter am anderen Ende des Hörers meint, das es ein paar Stunden dauern kann aufgrund Auslastung und vieler Aufträge. Dank meines Geschrei konnte er dann doch entnehmen das es hier um Leben und Tod gehe - immerhin stehe ich hier MITTEN auf der Autobahn. "Ach mitten auf der Autobahn, dass ist dann natürlich was anderes". 
MAximal eine Stunde warten also. Sonne war da, Meer nicht, Meeresrauschen nur wenn man übergutes Gehör hat oder man das Autorauschen in Meer umwandelt. Also den Campingstuhl gepackt und mich mit meinem noch warmen Kaffee in die Sonne gehockt.  - -


Fast 2h später stand dann der Abschleppmensch da und lies sich nicht von der Meinung abbringen das die nächste Verstragswerkstatt 80 km in die Richtung ist, aus der ich kam. Irgendwie konnt ich das eh alles nicht mehr ernst nehmen und nickte nur nach dem Motto: Junge mach einfach is mir eh Wurscht. Er kannte auch nur EINEN Radiosender der nicht so wie alle Radios 50 Minuten Musik und 10 Minuten Werbung hatten, sondern 50 Minuten Werbung und gar keine Musik, eher 10 Minuten undefinierbare Geräusche. 
Wer war schon mal in Spanien? Dazu ein kleines Rätsel: Was ist 4 Stunden lang und beginnt um 13.00 Uhr? Ja, Siesta. Die Diagnose konnte also erst so gegen 17.00 gestellt werden. 
Time: 2000
Kilometer: 380 
Ich fühle mich fast wie bei diesen Würfelspielen, wenn man das falsche Feld erwischt, wieder 10 Felder zurück muss. Naja somit geht es dann schon aus Portugal heraus seiend über Sevilla nach Tarifa. Man mag es kaum glauben, aber dieses mal komme ich wirklich an. Schon 20 Kilometer vorher merke ich, Tarifa ist in der Nähe. Wind. Wind. Wind. Unmenschlich viel Wind. Fast weht es mich von der Straße. Doch dann steh ich da, zwar Nachts und ohne Essen, aber alleine die Meerluft macht alles vergessen was über den ganzen Tag passiert ist. Schlafen gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn orkanartige Windböen schleudern mich durch den kompletten Wohnwagen. Der Ausblick am nächsten Morgen ist von einer anderen Welt. 

Samstag, 25. Oktober 2014

Adios Madrid - Ola Portugal oder soll ich sagen r.i.p Bike and welcome Ice Showers

Fast hätte ich heute den Blogeintrag in die Tonne gekloppt, dass liegt aber daran das man aber auch für ALLES in Portugal fighten muss! 22.40 in die Bar hier hat keinen Bock auf Geld! Ich mein ein Bocadillo mit Atun ist jetzt auch nicht DIEEEE unnormale Herrausforderung! Naja, nach 5 Minuten Disskusion hab ich dann endlich die Bestellung aufgeben können! Score: Max:3 Life: NUUULLL
WARUM will ich unbedingt dieses Bocadillo?! Kommt vielleicht davon das ich 3 1/2 Stunden am Platz war und das Match meines Leben hatte. Hab ja schon viel erlebt, aber so viele up and downs waren selten dabei! Achja, in Portugal bin ich seit vorgestern! Nachts angekommen, und auf irgendeinem Marktplatz geparkt!
Alles benne! Morgens dann den Tennisplatz gesucht und direkt trainieren können! Ja, aaaaber als ich dann duschen wollte, hieß es " Sorry, no shower available "! Soll ich jetzt den ganzen Tag bis Morgen zum Matchanpfiff hier so verschwitzt rumstehen? 10 ganze Minuten hat es gebraucht um den guten Herren davon zu überzeugen das ich ihn solange terrorisiere bis er mir die Dusche aufsperrt!
Jap, Klo war auch da, aber ohne Kloschüssel! Eine Dusche für 60 Spieler, ein Klo ohne Klo und ein Barmensch der kein Geld verdienen will! Ich mein, wie kann man hier ein Turnier veranstalten? Nicht zu erwähnen das der ganze Club nur 4 Courts hat, d.h kein Platz zum Trainieren! Den ich eh nicht brauche da ich, bei meiner sofortigen Niederlage nach Tarifa fahre! Kiten! Jihaaa! Gut, mein Match wurde dann von 16.00 auf 18.20 verschoben da die Kollegas vor mir so lange gebraucht haben! Dachte ich mir, gehste zum Physio und lässt deinen Rücken tapen, aberrrrr Portugal, ihr wisst schon, der hatte nicht mal Tape! Zack Sprint zum Caravan, und Tape geholt, bin ja besser ausgestattet als mancher Physiotherapeut! Dann in der Miniumkleide neben duschenden Spielern behandelt!
Als ich dann am Platz stand war es mittlerweile NIGHTSESSION! Flutlicht und 28 Grad! Erster Satz 2 mal mit Break vor ( für alle die keine Ahnung von Tennis haben, Break vor bedeutet einen Vorsprung zu haben), naja, kassier 2 mal ein rebreak um dann grandios den ersten Satz 5:7 zu verlieren! Da hat ich schon nen Hals! Tarifa! Da fahr ich Morgen hin! Oder auch nicht, wenn ich endlich ketten gebe und aufhöre zu weinen, wie ein kleines Kind ist alles Schuld an meiner Niederlage, alles außer ich! Vielleicht sollte ich einfach hin gehen und aufgeben! Der Versuch war da, dann riss ich mich aber zusammen, versuchte sie bösen Dämonen in mir zu besiegen! Jedes mal ein Fight! Dann schnell 0:2 hinten und ein fliegender Schläger! Irgendwie bin ich dann doch zurück gekommen obwohl ich ja auch morgen schon gerne am Strand liegen würde, aber dafür mache ich das ja alles nicht!  Bei 3:3 im 2ten Satz hat dann jemand keine Lust mehr auf Tennis des unterstem Niveau und schaltet einfach das Licht ab! Sowas hab ich dann auch noch nie gehabt! 20 Minuten warten oder das Kindertraining abbrechen! Ja, Kinder raus mit euch waren meine Worte! 6:4 für mich, come on! Alleine weil mein Gegner so ein spacko ist, will ich diesen 3ten Satz gewinnen! Unmenschlich gut gespielt und 5:1 vorne! Erst letzte Woche hab ich im ersten Satz in Madrid einen 5:1 Vorsprung verspielt und im Tiebreak verloren!(wer nich weiß was das is ->google)! Das kommt natürlich dann hoch, auch wenn man das versucht zu blocken! Und dann steht's 5:3 und irgendwann 5:5! Ich mein sogar mein Gegner hatte innerlich schon aufgegeben, so wie ich bei 5:7 0:2! Aber Tennis wär nicht Tennis, wenn man erst gewonnen hat nachdem der letzte Punkt gespielt ist! Und so finde ich mich im Tiebreak wieder! (Google) um 20.00 war ein Konzert angesagt! Hier im Club! Vielleicht deswegen hatten wir über 50 Zuschauer die alle für den Portugiesen waren! Sogar ich! Ich hab's einfach nicht verdient und somit scheide ich hiermit aus! Löschennnnnn! Dafür bin ich hier, diese Momente muss ich erleben, erfahren und aufsaugen, gewinnen, verlieren und mich durchbeißen, jetzt will ich dich mal fighten sehn! Du kleine pussy! Auf Spanisch konnt ich nicht mehr fluchen, da ich schon 2 mal verwarnt wurde, 3tes mal heißt dann Punktabzug, und dass kann ich bei 0:3 gegen mich im Tiebreak wirklich nicht gebrauchen! ( na, schon nachgeschaut was das ist?) 6:3 für mich und irgendwie schaffe ich es wieder Matchball # 6 und 7 zu vergeben! Gut, Sechlecht, Gut, Schlecht, müsste wieder Gut kommen dacht ich mir! Dachte mein Gegner auch und zitterte mit mehr Angst zu gewinnen als ich den Ball ins aus! Spiel, Satz und Sieg !Mann! Allez! Geballt zeig ich meine Faust den Zuschauern nach dem Motto, ich hab eh zu wenig Feinde! Wo wir wieder bei meinem Brötchen wären! ( der Barmensch war anscheinend auch für den Portugiesen)
! Jetzt ist es 0:05 und ich hau mich hin! Um morgen wieder ein 3 n halb stündiges Spektakel anzuliefern! ( dieser Sieg hat mir 0€ 0Punkte und -10 Freunde gebracht :)